Mein erster deutschsprachiger Roman Das Geheimnis der Welt ist im Wiener Songdog Verlag erschienen. Begonnen hat alles mit einer Hausaufgabe, die mir Alexi Zentner im Herbst 2013 am Sierra Nevada College aufgegeben hat, nämlich 50 erste Sätze zu schreiben, wovon er anschließend einen bestimmen würde, den ich zu einer Geschichte weiterführen sollte. Natürlich musste er denjenigen wählen, für den ich mir am wenigsten Mühe gegeben hatte – und bei dem mir zuerst absolut gar nichts einfiel -, aber nach einer schlaflosen Nacht war klar, dass ich über meinen Bruder schreiben musste, der vor über zehn Jahren den Kontakt zu uns abgebrochen hatte. Wie so oft in der Literatur führte eine reale Begebenheit zur Erschaffung einer neuen Welt, diesmal allerdings nicht zu einer Kurzgeschichte, sondern zu einer Tetralogie, deren erster Teil davon berichtet, wie Sonja Grafenhorst sich auf die Suche nach der Wahrheit über ihren plötzlich wieder aufgetauchten Bruder begibt. Die Reise geht über ihre norddeutsche Heimatstadt Lübeck nach Mexiko, aber vor allem ist es eine Reise zurück in die Vergangenheit – ihre eigene und die ihres Heimatlandes. 

Nachdem ich Roberto Bolaños 2666 in wenigen Tagen sprichwörtlich verschlungen hatte, ließen mich die Frauenmorde in Ciudad Juárez nicht mehr los. Das Geheimnis der Welt ist meine Antwort darauf, und meine Hommage an diesen großartigen Schriftsteller. Hier kann man meinen Roman bestellen oder direkt bei mir über die Kontaktseite, dann gibt es als Geschenk dazu einen Kommentar zu einer Kurzgeschichte. 

 

Pacifica Literary Review hat meine neueste Kurzgeschichte „Pre Pointe Exercises“ veröffentlicht. Sie ist wohl meine am gründlichsten recherchierte Geschichte; ich habe selbst dafür Ballett gelernt und weiß, welche Schmerzen man nach stundenlangem Training haben kann. Gewidmet habe ich sie Edwin Mota, der mich freundlicherweise bei seinem Unterricht im Marameo zusehen lässt, und natürlich Javier Carranza, der mir mit genau der richtigen Mischung aus Strenge und Geduld das Tanzen beibringt. Leider hat es die Illustration meiner Tochter Helena nicht in die Online-Ausgabe geschafft, aber ich hoffe, dass sie in der Printversion ihren Platz findet.


Hier ist meine 
Kurzgeschichte „The Fraud“, erschienen bei dem amerikanischen Literaturmagazin Your Impossible Voice. Jetzt war ich mittlerweile in Mexiko, habe aber vergessen, escamoles zu probieren. Allerdings weiß ich nicht, ob ich das wirklich tun sollte, denn als ich nach jahrelangem Suchen endlich ein Café in Berlin gefunden hatte, die die in Elena Ferrantes Büchern ständig erwähnten sfogliatelle selbst herstellten, war ich sehr enttäuscht – in meiner Vorstellung waren sie so köstlich gewesen, leicht und sahnig und süß, und nichts davon traf zu. 

Die kalifornische Anthologie Sanctuary enthält meine Kurzgeschichte „With Every Thought“. Aber auch jede andere Geschichte dieser wunderbaren Sammlung ist lesenswert; auf ganz unterschiedliche Art und Weise, mit einer Schatzkiste an Stimmen und Themen wurde der Begriff Zuflucht erforscht, sodass man sich am Ende wünscht, es gäbe solch ein Buch zu allen Themen, die uns Menschen betreffen. Gerade in dieser Zeit ist diese Anthologie, die so deutlich macht, wie wichtig es ist, einen Ort zu haben, an dem man sich sicher und akzeptiert fühlt, mehr als fällig gewesen.